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Vorsorge? Brauche ich nicht, mein Hund ist doch gesund…

Vorsorge gehört für mich immer zu einem erfüllten Hundeleben dazu

Oft höre ich „Was Du immer hast, man kann es auch übertreiben” oder „Ich geh einmal im Jahr mit meinem Hund zum Impfen” wenn ich nach den eigenen, aktiven Vorsorgetätigkeiten bei Hundefreunden nachfrage. Meist gefolgt von „Mehr kann ich ja wohl nicht tun!”
Bitte versteh mich jetzt nicht falsch, ich freu mich riesig, wenn es deinem Hund gesundheitlich gut geht. Ich freu mich allerdings noch mehr, wenn dies auch in Zukunft so bleibt. Denn Du kennst durchaus aktiv etwas dafür tun, dass dein Hund möglichst lange gesund bleibt.

Pezz Expertin Anja Kiefer mit Netty & Pöppi

Ohne Panik die Zukunft beeinflussen

Sicher, was die Zukunft bringt, das weiß natürlich niemand, aber in gewisser Weise kann man sie tatsächlich beeinflussen! Womit? Jawohl: Mit Vorsorge. Vorsorge hat überhaupt nichts mit „Panik machen” zu tun. Viel mehr bedeutet Vorsorge für mich, bevor ich mich sorgen ich mich mich sorgen müsste werde ich aktiv, so dass erst gar keine Sorgen entstehen können.

Eben „vor“ sorgen = bevor ich mich sorge 🙂 

Um eines vorweg klar zustellen: Ein Hund kann immer krank werden. Das ist leider so.
Maßgeblich ist für mich aber, „wie“ krank er wird. Also welches Ausmaß seine Erkrankung annimmt.

Nehmen wir doch mal als Beispiel meine Netty. Unsere Hündin stammt aus dem Tierschutz und bringt tatsächlich die ein oder andere gesundheitliche „Baustelle“ mit sich. Insbesondere leidet sie sehr schnell an einer Blasenentzündung. Jeder, der sich selber damit schon einmal „herumschlagen musste“, weiß mit welchen Schmerzen diese verbunden ist. Und es ist im übrigen ein Irrglaube, dass ausschließlich Hündinnen eine Zystitis (Fachbegriff für die Blasenentzündung beim Hund) bekommen können. Jeder Hund, egal ob Rasse- oder Mischlingshund jeden Alters kann daran erkranken. Weil ich nicht möchte, dass Netty an eine Blasenentzündung erkrankt betreibe ich ganz klar Vorsorge. So bekommt sie zweimal täglich Cranberrie Kapseln, trägt bei nassem oder kaltem Wetter Mäntelchen, hat mehrere zugfreie Liege- / Schlafplätze …
Diese Vorsorge hilft ganz klar, dass sie wahrscheinlich nicht an einer Blasenentzündung erkrankt. Eine Garantie gibt es selbstverständlich nie. 

Vorsorge und Tierarzt: Das beste Doppel

Natürlich gibt es noch andere Erkrankungen, die aufgrund guter Vorsorge, eher nicht auftreten. Dennoch gehört für mich die bewusste Vorsorge ebenso zu einer verantwortungsvollen und artgerechten Hundehaltung wie hochwertiges Futter, ausreichend Bewegung und individuelles Enrichment für jeden Hund.

Ich habe es nicht in der Hand, dass mein Hund niemals krank wird.
Aber ich habe es sehr wohl in der Hand, wie weit eine Krankheit vorangeschritten ist, bevor ich, wenn überhaupt, einen Tierarzt aufsuchen muss.

Vorsorge ersetzt nicht den Tierarzt, Vorsorge kann aber sehr wohl Einfluss auf die unter Umständen notwendige tierärztliche Behandlung, deren Dauer und notwendige Medikation nehmen.

Vielleicht denkst Du nun, für die Gesundheit meines Hundes ist der Tierarzt verantwortlich.
Dies ist so nicht richtig. Sicher, es gibt Schutzimpfungen und auch Nahrungsmittelergänzungen, die Du beim Tierarzt erhältst. Auch das jährliche große Blutbild wird beim Tierarzt gemacht, aber an den anderen 364 Tagen im Jahr bist Du für die Gesundheit des Hundes verantwortlich, liegt sie in deinen Händen. Ein guter Tierarzt kann dir immer nur beratend zur Seite stehen, für die tägliche und achtsame Hundehaltung bist allerdings Du allein verantwortlich und nicht dein Tierarzt.

Ich sehe was, was Du nicht siehst…

Etwas stimmt nicht mit meinem Hund, dass sehe ich, wenn sich mein Hund anders als sonst verhält. Macht mein Hund einen „Katzenbuckel“, streckt er sich öfter, ist antriebslos?
Mag er nichts fressen, erbricht er oder hat Durchfall? Das sind alles gut sichtbare Kennzeichen dafür, dass irgend etwas nicht stimmt. Je nach Umfang dieses Verhaltens, sollte zeitnah ein Tierarzt aufgesucht werden.

Was aber, wenn ich mögliche Anzeichen für eine Erkrankung mit bloßem Auge nicht erkennen kann? Bakterien und Co. sind für mich unsichtbar, können meinem Hund aber dennoch sehr schaden. Bis ich „sehe“, dass etwas nicht stimmt, haben sich die Bakterien bereits ausbreiten können und eine Zystitis ausgelöst haben, die medikamentös behandelt werden muss.

Und hier greift für mich die zweite Vorsorgemöglichkeit

Ist es wieder einmal die „blasenentzündungsfreundliche“ Jahreszeit (nass, kalt im Herbst und Winter), kann ich vorsorglich, nachdem ich den Urin von Netty gesammelt und eine Teststeifen verwendet habe, eine Auswertung über die Pezz App zu starten.

Innerhalb weniger Minuten erhalte ich ein Ergebnis und weiß, ob ich den Tierarzt aufsuchen sollte. Im besten Fall habe ich einen Test gemacht und erhalte – zum Glück – kein positives Ergebnis. Dann weiß allerdings, dass tatsächlich alles in Ordnung ist.
Diese Gewissheit beruhigt mich ungemein.

Vorsorge entspannt Daheim

Ich kann diesen Test ganz in Ruhe Daheim machen. Eine Fahrt zum Tierarzt wird erst dann notwendig, wenn ich ein „positives“ Ergebnis auf eine mögliche Erkrankung erhalten. Diese Vorsorge nimmt mir und vor allem meinen Hund sehr viel Stress und gibt zeitgleich ein gutes und beruhigendes Gefühl, die Gesundheit immer im Blick zu haben.

Es geht keineswegs darum ständig in Angst und Sorge zu Leben, vielleicht etwas nicht gesehen zu haben. Es geht auch überhaupt nicht darum, wöchentlich oder gar täglich den Urin des eigenen Hundes zu testen. Vielmehr geht es darum, ein Gespür zu entwickeln, „Antennen“ dafür zu bekommen, dass vielleicht etwas nicht stimmen könnte. Jeder, der achtsam mit seinem Hund lebt, weiß genau, wovon ich spreche. Über die Zeit entwickeln Hundehalter einen „siebten Sinn“ (und ein gutes Bauchgefühl) und wenn dann das Gefühl aufkommt „Hmmm, da könnte was nicht stimmen“, dann ist der Zeitpunkt gekommen, einen Test zu machen.

Für Netty und mich ist diese Zeit – auch rein vorsorglich – immer im Herbst und Winter. Zu wissen, dass alles in Ordnung ist, ist für mich das beruhigendste Gefühl als verantwortungsvoller Hundehalter.

Fazit

Vorsorge bedeutet für mich, meinen Hund möglichst lange und vor allem gesund bei mir zu haben. Vorsorge bedeutet für mich auch, dass, wenn mal was passiert, ich rechtzeitig tätig werden kann und nicht erst dann, wenn mein Hund bereits sehr stark erkrankt ist.

Vorsorge gehört für mich immer zu einem erfüllten Hundeleben dazu.
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Auhtor Image Anja

Anja Kiefer

Anja lebt mit ihren Tierschutzhunden in der Mitte Bayerns. Ihr liegt der faire und freundschaftliche Umgang als auch die Gesundheit ihrer Hunde am Herzen. Ihr Fachgebiet ist das Training mittels positiver Verstärkung auf Basis der Verhaltensbiologie des Hundes. Die studierte Kommunikationswissenschaftlerin unterstützt das Pezz Team regelmäßig mit Beiträgen rund um das entspannte Zusammenleben von Hund und Mensch.

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