Krankheiten

Katzen sind die Meister im Verstecken von Schmerzen

5 Gründe, warum Gesundheitsvorsorge für sie dennoch so unbeliebt ist.

Meine Katze hat nichts!

Die Katze verhält sich zuhause wie immer, wirkt gesund und aktiv – warum sollten man sie dem Stress einer Untersuchung aussetzen?

Stubentiger wie wir sie kennen und lieben, zeigen bis heute viele Eigenschaften ihrer Wildkatzen-Vorfahren. Neben all den Vorteilen, wie etwa hoch entwickelten Sinnesorganen, gibt es dabei aber einen großen Nachteil. Der Instinkt ihrer Vorfahren verleitet Haus- und Wohnungskatzen heute noch dazu, Krankheitsanzeichen so lange wie möglich zu verbergen, um sich vor Feinden zu schützen. So können etwaige Krankheiten durch den Schutzmechanismus aus der Vergangenheit bereits weit fortgeschritten sein. Die Katze zeigt ihren Schmerz lange Zeit nicht – und oft kann es schon zu spät sein.

Vorsorgeuntersuchung bei Katzen

Zudem gibt es Krankheiten, die für einen längeren Zeitraum zunächst keine Schmerzen verursachen. Auch wenn eine Katze üblicherweise schnell meldet, wenn etwas nicht stimmt, kann hier eine große Verzögerung entstehen. BesitzerInnen übersehen hier keine Anzeichen – die Katzen spüren lange Zeit selbst keine Symptome.

Gut zu beobachten ist dies bei der chronischen Niereninsuffizienz, da die Nieren die Schwachstelle im Körper vieler Katzen sind. Als ehemalige Wüstentiere ist in ihrer DNA verankert, dass ihr Körper mit wenig Flüssigkeit gut zurechtkommt. Durch die Ernährung mit Trockenfutter entsteht jedoch ein Wassermangel. Entwickelt sich dadurch eine Niereninsuffizienz, geht die Funktion der Nieren allmählich zurück. Das langsame Fortschreiten der Krankheit bleibt damit lange unentdeckt.

So zeigen Katzen erst dann Krankheitssymptome, wenn 70% des Nierengewebes zerstört sind. Besonders Tiere ab etwa 7 Jahren sind gefährdet. Es wird vermutet, dass etwa 20-50% aller Katzen im Laufe ihres Lebens an einem chronischen Nierenversagen leiden.

Mir ist Vorsorge zu teuer!

Je nach Ausmaß der jährlichen Kontrolluntersuchung beim Tierarzt können Kosten von etwa € 100,- bis € 300,- entstehen. Wird mangels Vorsorge erst in spätem Stadium mit einer Therapie begonnen, führt dies zu weitaus höheren Kosten. Stationäre Aufenthalte und lebenslange Therapien mit Medikamenten können folgen.

Sämtliche Kosten und Nutzen sprechen für Vorsorge und sind keine Masche von Tierärzten. Werden Krankheiten im Zuge einer Kontrolluntersuchung frühzeitig erkannt, kann außerdem die Überlebenschance einer erkrankten Katze erheblich gesteigert werden.

Dabei kann FLUTD, also Erkrankungen der unteren Harnwege bei Katzen, als Beispiel angeführt werden. FLUTD tritt sehr häufig bei Wohnungskatzen auf. Über konstante pH-Veränderung im Urin würde äußerst schnell erkannt werden, dass eine Futterumstellung nötig ist. Zudem könnte auf einfachstem Wege vermieden werden, dass sich Harnsteine bilden und FLUTD ausbricht. Ist die Erkrankung so weit fortgeschritten, dass eine Verstopfung der Harnröhre eintritt, kann sich der Zustand der Katze in kürzester Zeit zu einem lebensbedrohlichen Notfall entwickeln. Durch verpasste Vorsorge kann es in zahlreichen Fällen auch hier zu kostspieligen stationären Aufenthalten und sogar Operationen kommen.

Vorsorge ist Stress für meine Katze! Das tue ich ihr nicht an.

Ganz klar ist nicht für alle Katzen eine entspannte Situation möglich, wenn es um Vorsorge geht. Oft ist eine Autofahrt nötig und die Tiere fühlen sich möglicherweise auch beim Tierarzt nicht wohl. Training und Gewohnheit helfen dabei aber immer. Wir empfehlen das offene Gespräch mit dem Tierarzt. Häufig bietet dieser an, das Training zu unterstützen. In der Regel besucht man dabei die Praxis kurz, holt die Katze aus der Transportbox, streichelt und füttert sie, bevor es direkt wieder nachhause geht.

Alternativ kann es helfen, die Katze mehrmals im Korb um den Häuserblock zu tragen und die Katze bereits im Vorfeld zuhause an die Transportbox zu gewöhnen.

Einmal jährlich ist zu häufig – das finde ich übertrieben!

Katzen altern in etwa vier Mal so schnell wie Menschen. Ähnlich wie beim Menschen sollte bei Katzen deshalb einmal jährlich eine Gesundheitsuntersuchung durchgeführt werden. Durch den schnelleren Alterungsprozess und die Tatsache, dass Untersuchungen beim Menschen viel genauer durchgeführt werden, sind neben diesen wichtigen Kontrollen aber auch zusätzliche Bausteine der Vorsorge sinnvoll.

Ich würde gerne bessere Vorsorge betreiben, die Umsetzung zuhause ist aber schwierig.

Mit dem Urintest Kit von Pezz, das speziell für Katzen entwickelt wurde, kann die Vorsorge auf einfachem und hygienischem Weg durchgeführt werden. Die Sammelhilfe – bestehend aus nichtsaugender Streu und einer Testschale – unterstützt dabei, unkompliziert eine Urinprobe aus der gewohnten Katzentoilette zu gewinnen. Mit der zugehörigen App zur Auswertung der Urintests erhalten KatzenbesitzerInnen innerhalb kürzester Zeit einen zuverlässigen Erstbefund.

Wir der Urintest vier Mal jährlich durchgeführt, kann die Vorsorge für zuhause erheblich verbessert werden.

Welche Bausteine beinhaltet eine Vorsorgeuntersuchung bei Katzen?

Zur klinischen Untersuchung der Katze zählen mitunter das Abhören auf Herzgeräusche und Abtasten auf Schmerzen. Bei der jährlichen Allgemeinuntersuchung kann mitunter auch der Kot auf Parasiten untersucht werden. Die regelmäßige Durchführung von Urintests bildet zudem eine völlige schmerz- und stressfreie Möglichkeit, diverse Abweichungen, die Hinweise auf Erkrankungen geben können, festzustellen.

Ab dem 6. Lebensjahr ist auch die Blutuntersuchung sinnvoll. Wenn Vorerkrankungen bei der Katze selbst oder auch bei ihren Geschwistern bekannt sind, kann es auch schon früher und häufiger sinnvoll sein. Der Zeitpunkt und die Häufigkeit werden im Gespräch mit dem Tierarzt festgelegt.

Zusätzliche und auf die Jahreskontrolle aufbauende Vorsorgetests über das Jahr verteilt können die Überlebenschancen von Katzen steigern. Je früher eine Krankheit entdeckt wird, desto eher kann mit einer entsprechend abgestimmten Therapie begonnen werden. Dazu zählt etwa der Einsatz von Medikamenten, aber auch die Umstellung des Futters. Frühzeitige Erkennung und schneller Therapiebeginn durch Vorsorge kann die Lebensdauer der sensiblen Tiere erheblich verlängern und viel Leid ersparen.

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Marcel Artner

Seit Marcel 2015 Hündin Sonja aus einem ungarischen Tierheim adoptiert hat, beschäftigt er sich intensiv mit Themen rund um Hundegesundheit und Vorsorge. Die Fachgebiete unseres Experten sind artgerechte Ernährung und die Anwendung von Hausmitteln für ein gesundes und langes Hundeleben. Bei Pezz macht der studierte Kommunikationsfachmann seine Passion zum Beruf und schreibt über diese Themen.

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